Warum ich Museen liebe: 8 gute Gründe für Museumsbesuche

Wenn unsere Kollegin Dagmar Urlaubspläne schmiedet, nennt sie gerne die Museen auf der Route zuerst. Auf Instagram können wir dann verfolgen, wo sie überall war . Gefühlt waren wir mit ihr schon überall: im Schloss Gottorf im Norden Deutschlands, im Park des Kröller-Müller-Museums und in der Ausstellung der Ars Electronica Linz.

Und es sieht jedes Mal überraschend und spannend aus!

Deswegen haben wir sie zum Internationalen Museumstag am 16. Mai gefragt, warum sie so gerne in Museen geht!

Hier sind ihre Antworten:

Im Museum ist das Wetter immer gut!
Es regnet? Ab ins Museum, dort ist es trocken! Es ist heiß? Museen haben gute Klimaanlagen! Du hast Heuschnupfen? Im Museum gibt es keine Pollen! Egal, wie das Wetter ist: Im Museum ist es besser.

Museen sind ein guter Grund, unbekannte Städte zu besuchen
Kennt ihr Ingolstadt und Xanten? Ich kannte sie nicht und wäre nie hingefahren, wenn es dort nicht mit dem Museum für konkrete Kunst und dem Archäologischen Park herausragende Museen gäbe. Über Museumsbesuche lernt man das Land kennen! 

Museen helfen, Fitnessziele zu erreichen
10.000 Schritte am Tag? Im Freilichtmuseum Hagen mit seinem gut 42 Hektar großem Gelände kein Problem. Mal richtig außer Atem kommen? Da empfehle ich das Museum der bildenden Künste in Leipzig mit seinen vielen Treppenhäusern.

Kniebeugen, um Details am Sockel der Skulptur zu entdecken, oder den Hals ganz lang recken, um sich auch die obere Ecke auf dem Gemälde anzuschauen: Museen halten fit! Und in der Kunsthalle Mannheim kann man in der Skulpturen-Disco sogar tanzen.

Im Museum hängt das Original
Bilder von Mark Rothko kannte ich lange nur als Wandkalender – und verstand den Reiz nicht. Erst als ich vor einem Original stand und mein Blick in diesen Farbenrausch hineinfiel und nicht mehr daraus auftauchen wollte – da wusste ich, was ich bis dato verpasst hatte!

Auch die Funktionsweise einer Linotype-Setzmaschine habe ich nicht im Berufsschulunterricht, sondern in einem technischen Museum bei einer Vorführung kapiert. Museen machen Wissen erfahrbar!

Museen machen albern
Kreativ wollte ich natürlich sagen! Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich nie ohne Handy im Museum bin. Ich kann mich zwar auch lange vor ein Bild setzen und nichts tun als schauen. Aber irgendwann juckt es mich und ein Dialog zwischen mir, meiner Kreativität und dem Kunstwerk beginnt. Würde ich zeichnen können, hätte ich sicherlich einen Skizzenblock dabei. Doch so mache ich Fotos und teile sie auf Instagram. Seitdem nehme ich die Kunst noch intensiver wahr – Museen wecken die Kreativität!

Spaß in der Kunsthalle Mannheim

Menschen im Museum
Kleine Kinder, die quer durch den Ausstellungsraum Rad schlagen. Ehepaare, die diskutieren, wo sie dieses oder jenes Kunstwerk schon mal gesehen haben. Eltern, die sich in Kulturvermittlung versuchen, und Teenager, die kichernd Akt-Bilder kommentieren – was wäre ein Museum ohne andere Besucher? Viel zu still!

Wer aber genau die Ruhe sucht, dem sei der Pro-Tipp einer Museumsmitarbeiterin empfohlen: Kommt am Freitagmittag, wenn die Schulklassen schon weg sind. Aber nur an einem Tag mit richtig gutem Wetter! Dann habt ihr mit etwas Glück die interaktiven Stationen im Technoseum Mannheim und eventuell auch die Computerspiele im ZKM Karlsruhe für euch.

Im Museum gibt es Kaffee, WLAN und Toiletten
Manch eine Städtereise wäre für mich deutlich unentspannter verlaufen, wenn ich nicht zwischendurch auf die hervorragende Infrastruktur der Museen hätte zurückgreifen können. Kaffeepause machen, Mails im WLAN checken und einen Boxenstopp in der Museumstoilette – das hat mich schon mehr als einmal gerettet. Und in manchen Museen sind bereits die Toiletten ein kleines Kunstwerk für sich!

Guck mal: Museumstoilette im Bonnefanten Museum Maastricht

Aus Museen kann man immer etwas mit nach Hause nehmen
Neues Wissen, frische Gedanken, Kunstpostkarten und eine Kleinigkeit aus dem Museumsshop: Niemand verlässt ein Museum mit leeren Händen! Im Jüdischen Museum Frankfurt gibt es sogar etwas, das sich „Museum to go“ nennt. Dort kann man sich vor Ort in der Ausstellung vertiefende Infos, Audio-Dateien oder auch ein Apfelkuchenrezept aus der Familie von Anne Frank für zuhause speichern!


8 gute Gründe, Museen zu besuchen – eine solche Liste fällt mir leicht. Aber was hat das mit unserer Arbeit in der Medialike Agentur zu tun?

Museen sind der Ort gewordene Blick über den Tellerrand. Dort entdecke ich Wissenszusammenhänge, die ich so nie gesucht hätte. Wenn ich mir in einem Freilichtmuseum erklären lasse, wie Brot gebacken wird, hilft mir das beim nächsten Text über ein Backbuch. Wenn ich moderne Kunst betrachte, erfahre ich viel über die Wirkung von Farben. Wenn ich Kinder im Museum beobachte, habe ich eine Content-Idee für ein Familienmagazin.

So betrachtet:
Vielleicht sollte ich mal versuchen, meine ausufernden Museumsreisen als Dienstreisen geltend zu machen?

Alle brauchen Kunst und Museen. Gesehen in Stuttgart.

Mehr über uns und unser Team hier auf dem Blog – viel Spaß beim Stöbern!

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